Heute am 27. Januar, dem Holocaust-Gedenktag, haben Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufen 5, 9 und aus der Q1 im gesamten HLG kleine Chanukka-Kerzenleuchter, auch „Menora“ genannt, aufgehängt. Die Menora ist im jüdischen Glauben ein wichtiges Symbol des Erinnerns und der jüdischen Identität, also des Jüdischseins. Der Leuchter wurde 1931 von der Frau des Kieler Rabbiners Arthur Posner ins Fenster gestellt und vor einer gehissten Hakenkreuzflagge fotografiert, als Jüdinnen und Juden sowie andere Minderheiten in Deutschland bereits verfolgt wurden.
Am heutigen Tag erinnern wir uns an all das Unrecht, was den Opfern des Holocaust, insbesondere den über 6 Millionen ermordeten Jüdinnen und Juden zur Zeit der Nationalsozialisten, widerfahren ist. Denn seine Folgen sind auch 80 Jahre später auch noch spürbar: Jüdinnen und Juden leiden wie andere Minderheiten noch unter Diskriminierung und Ausgrenzung in unserem Land. Wer jüdisch ist, traut sich kaum dies öffentlich zu zeigen aus Angst vor gewaltvollen Übergriffen.
Das Wort „Holocaust“ wird im Hebräischen auch „Shoah“ genannt, was übersetzt „große Katastrophe“ bedeutet. Aber was ist damals eigentlich passiert?
1933 kam Adolf Hitler als Kopf der NSDAP in Deutschland an die Macht. Die Nationalsozialistinnen und Nationalsozialisten verstanden sich als „Herrenrasse“, während unter anderem Jüdinnen und Juden für sie als minderwertig galten und durch ein sogenanntes „Rassengesetz“ in ihren Bürgerrechten nach und nach immer weiter beschnitten wurden, bis die Betroffenen am Ende verfolgt und in sogenannten Konzentrationslagern ausgebeutet und massenhaft ermordet wurden.
Wir gedenken der Opfer der Shoah am HLG also auch, um in Zeiten des erstarkenden Rechtsextremismus zu Wachsamkeit, Solidarität und Respekt für all unsere Mitmenschen aufzurufen, damit sich dieses Grauen niemals wiederholt.


